Vom
22.5.-1.7.06 war ich wieder stationär in der Habichtswaldklinik,
um die Chemo mit Hyperthermie
zu kombinieren.
Eigentlich wollte ich wegen den schlechten Erinnerungen
an den ersten Aufenthalt nie wieder dorthin, aber es
gibt nicht so viele Kliniken, die Hyperthermie anbieten,
also wollte ich es doch versuchen. Und ich muss sagen,
es hat sich gelohnt, die negativen Erinnerungen sind
weg!
Die
Hyperthermie konnte ich dann doch nicht bekommen, weil
ich schon vorher erhöhte Temperatur hatte. Meine Temperatur
ging auch in der folgenden Zeit immer wieder nach oben,
darum entschieden wir, keine Hyperthermie zu machen.
Die Belastung und damit auch das Risiko wären einfach
zu groß gewesen. Nun habe ich die Option mit der Hyperthermie
noch offen, falls die Chemo mal nicht mehr wirken
sollte. Die Zeit in der Klinik war sehr intensiv
und ich glaube, ich wurde auf meinem Weg sehr gut
geleitet, damit das möglich war!
Ursprünglich
wäre ich schon einige Wochen früher gefahren, aber durch
den Wechsel der Chemo und die erforderliche Klärung
eines Schildrüsenwertes hatte sich der Aufnahmetermin
verschoben. Dadurch hat einfach alles gepasst, es haben
sich viele Dinge ergeben, die bei einer früheren Anreise
so wohl nicht möglich gewesen wären.
Ich hatte eine tolle
Ärztin, die mir wieder viel Hoffnung gegeben hat. Ihre Vorträge und Erklärungen zu verschieden Themen
waren sehr interessant und hilfreich. Auch die Schwestern
und Pfleger, die Therapeuten und das Servicepersonal
im Speisesaal und alle anderen Mitarbeiter waren sehr nett. Ich
habe mich also richtig gut aufgehoben gefühlt.
Ich habe viele
Mitpatienten kennengelernt, mit denen ich viele
gute und intensive Gespräche geführt habe und auch viel
Spaß hatte. Besonders mit Gaby
hatte ich sehr viel gemeinsam, wir haben oft zusammen
gelacht und auch mal geweint.
Außerdem durfte
ich erfahren, wie sehr ich anderen Mut machen konnte.
Das hat mich auch dazu gebracht, neue Ziele für mich
zu entwickeln. Meine Psychologin dort hat mich dabei
sehr unterstützt und mir geholfen, neue Wege
zum Umgang mit der Krankheit zu finden. Mit ihr habe
ich auch den Plan entwickelt, mit meinen eigenen Liedern
später mal auf Krebsveranstaltungen aufzutreten. Darum
habe ich mir noch in Kassel eine
Gitarre gekauft und angefangen intensiv zu üben.
Mehr
über die musikalischen Erfahrungen könnt ihr im Bereich
"Eigene
Musik"
lesen.
Während
meines Aufenthaltes fand ein onkologisches Symposium
statt mit dem Titel "(Über-)lebensqualität".
Es gab sehr interessante Vorträge, an denen auch die
Patienten teilnehmen durften. Wir habe dabei viele
hilfreiche Informationen bekommen. Mehr Infos darüber
gibt es auf der Homepage der Habichtswaldklinik. Aus diesem
Anlass hatte ich zusammen mit meiner Ärztin einen kurzen
Fernsehauftritt für den Hessischen Rundfunk, auch das
war eine interessante Erfahrung. Vom HR bekam ich die Genehmigung,
den Beitrag hier zu zeigen, Ihr könnt ihn euch unten
ansehen.
Das alles hat mich auf meinem Weg viel weiter gebracht
und ich bin unendlich glücklich und dankbar, dass ich diese Zeit erleben
durfte!
Einige
Fotos von diesem Aufenthalt findet
Ihr hier: Kassel
2006.
Im
März 2007 war ich wieder in der Habichtswaldklinik,
den Bericht findet Ihr auf
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