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Ende 2006 stiegen
meine Tumormarker wieder. Für mich war das ein Anlass,
mal wieder Bilanz zu ziehen. Ich habe mich mit meiner
Gitarre hingesetzt, mich für die vielen guten Dinge
bedankt, die ich 2006 erleben durfte, vor allem für
meinen neuen Weg mit der Musik. Dann begann ich, mit
meinem Krebs zu reden. Das mache ich ab und zu, aber
dieses Mal war es sehr intensiv, dazu spielte ich auf
der Gitarre. Den Satz, der mir dabei einfiel, wollte
ich für ein Lied an meinen Krebs verwenden. Danach hatte
ich ein lange Phase, in der ich mich nur noch abgelenkt
habe und mich mit dem Thema nicht auseinandersetzen
konnte. Erst im März 2007 während meines Aufenthaltes
in der Habichtswaldklinik habe ich mich wieder damit
beschäftigt und innerhalb einer Woche den Text und die
Melodie von "To My Cancer" geschrieben. Der
Satz, den ich schon geschrieben hatte, ist der Anfang
des Liedes geworden.
"To My Cancer"
ist für mich eine Auseinandersetzung mit meinen Krebszellen,
ich hatte ihnen einiges zu sagen. Ich weiß, dass ich
den Krebs vermutlich nie wieder ganz loswerde, das habe
ich auch in der ersten Strophe zum Ausdruck gebracht,
aber ich hoffe, dass wir ihn dank der Therapien lange
unter Kontrolle halten können.
Die 4. Strophe, in
der ich mich bei meinem Krebs bedanke, ist für Nicht-Betroffene
schwer zu verstehen. Ich weiß aber von anderen Betroffenen,
dass sie genauso empfinden, denn die meisten von uns
haben durch den Krebs zum Glück nicht nur Negatives
erfahren müssen, sondern auch viel Positives.
Die letzte Strophe
bezieht sich, wie ihr euch denken könnt, vor allem
auf die Verwirklichung meiner musikalischen Pläne. Ich
habe oft Angst, dass mir dafür nicht mehr genug
Zeit bleibt, bin mir aber sicher, dass ich die
Musik als Aufgabe bekommen habe, mit der ich nicht nur
mir selbst helfen, sondern vor allem anderen Menschen
Mut machen soll. Darum versuche ich jetzt darauf zu
vertrauen, dass ich so viel Zeit bekomme, wie ich für
die Vollendung dieser Aufgabe brauche.
Bei Song
geht es zum Text und bei
Übersetzung
zur deutschen Übersetzung.
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